Warum wir unsere Artikel übers Internet verkaufen und trotzdem ruhig schlafen können

Online-Handel ist blöd – oder?

Liebe Freunde,

der Internethandel brummt, gerade jetzt vor Weihnachten, die Innenstädte sind mit Lieferwagen verstopft, die Luft wird verpestet und Amazon freut sich über Wachstumsraten, die jenseits von Gut und Böse liegen. Für viele hat sich der Online-Handel zum Feindbild Nummer 1 entwickelt: Umweltverschmutzung, Lohndumping, Knebelverträge … da will man eigentlich nicht dazu gehören, oder?

Letztens schrieb uns Gisela, dass sie unsere Artikel über ihren Buchhändler beziehen wollte und dieser behauptete, dass er von uns nicht beliefert werden würde. Und sie schloss mit der Bemerkung: „Hab ich erwähnt, dass ich Versandhandel hasse?“

Daher möchten wir euch an dieser Stelle mal erklären, warum wir meinen, trotzdem guten Gewissens Online-Handel betreiben zu können.

Wir sind auch nie Fans des Versandhandels gewesen. Aber dann haben wir gemerkt, dass der Online-Handel für uns DIE Chance ist, eigene Artikel anzubieten, eine Chance, die wir ohne das Internet nie gehabt hätten.

Würden wir den Vertrieb über die Buchhändler machen, wie die großen Verlage dies tun, müssten wir eigene Buchhandelsvertreter beschäftigen. Außerdem müssten wir den Buchhandlungen hohe Rabatte einräumen. Das ist auch gar nichts Schlechtes, denn auch die Händler wollen Gewinn machen, wenn Sie unsere Artikel verkaufen, schließlich müssen sie davon auch wieder Personal und Miete bezahlen.

Die Folge davon wäre allerdings, dass wir unsere Artikel zum Teil mehr als doppelt so teuer anbieten müssten. Bei den großen Verlagen rechnet sich das über die Masse der verkauften Artikel. Mit kleinen Auflagen in diesen Markt zu starten – so wie wir das gerade machen –, ist aber fast unmöglich.

Jeder Buchhändler hat natürlich die Möglichkeit, Artikel direkt bei uns zu ordern und weiterzuverkaufen. Einige Buchhandlungen haben das auch schon gemacht. (Wenn schon mal ein Buchhändler behauptet, er könne unsere Artikel nicht bestellen, liegt es nur daran, dass wir bei seinem Großhändler nicht gelistet sind.)

Und natürlich lassen wir auch mit uns über Buchhandlungsrabatte reden, die können wir nur nicht so üppig anbieten, wie andere Verlage. Gerade die kleinen christlichen Buchhandlungen, die sich oft mit viel Engagement und Fantasie über Wasser halten, würden wir gerne unterstützen. Wir sind sicher: Da geht noch was. Schließlich haben wir ja gerade mal angefangen.

Dass es uns überhaupt gibt, verdanken wir dem Online-Handel. Und natürlich euch.

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